Franz Joh. Heinr. NADORP - Blick auf Petersdom von Rom, Roma

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Type d'oeuvre Oeuvre originale
Titre Blick auf Petersdom von Rom, Roma
Année 1873
Catégorie Peinture
Technique Huile/toile
Signature bas gauche
Dimensions hors cadre
14,96 x 18,5 in
38 x 47 cm
Certificat d'authenticité Non
Facture Non
État bon
Thème Architecture
Commentaires

Blick von der Villa Pamphili Doria auf den Petersdom zu Rom.

Rückseitig alter Klebezettel mit Beschreibung und Orginalität Zuweisung,alt doubliert.

Malers wird sehr selten auf dem Kunstmarkt angeboten zudem noch ein sehr schönes Motiv !

Biografie

Franz Nadorp entstammte einer alteingesessenen Anholter Künstlerfamilie, er war der einzige Sohn der Eheleute Johann Theodor Nadorp und Gertrud Anna Stroof. Nach seiner Schulbildung an der Anholter Stadtschule trat er mit 20 Jahren durch ein Stipendium seines Landesherren Fürst Constantin zu Salm-Salm in die Prager Kunstakademie ein, wo er eine Ausbildung als Historienmaler bei seinem Lehrer Joseph Bergler absolvierte. Nadorp wurde schnell der Lieblingsschüler Joseph Berglers. Schon 1822 erhielt er die goldene Medaille der Prager Kunstakademie. Als 1826 sein Prager Mentor verstarb, brach Nadorp seine Zelte in Prag ab und kehrte 1827 für einige Monate in seine Heimatstadt Anholt zurück.

Im Herbst 1827 reiste Nadorp mit seinem Reisegefährten Prinz Franz zu Salm-Salm nach Rom. Die Stadt Rom zog zur damaligen Zeit die deutschen Künstler an, wie zum Beispiel Peter Cornelius, Friedrich Overbeck und Julius Schnorr. Franz Nadorp fand sich recht schnell in der Gruppe deutscher Künstler, die „Nazarener“ genannt wurden zurecht. Er gehörte zu den Mitbegründern des römischen Künstlerbundes (1829) und des deutschen Künstlervereins (1845). Die Jahre 1840–1850 zählen zu seinen Fruchtbarsten. Zahlreiche Zeichnungen topographischen Inhaltes sind überliefert.

In dieser Zeit lernte Franz Nadorp den König Ludwig I. von Bayern kennen, beide verband eine Freundschaft. 1859 erhielt Nadorp von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen seinen ersten Staatsauftrag. Nadorp verließ Rom in den fast 50 Jahren seines dortigen Schaffens nur selten. 1862 kehrte er für kurze Zeit in seine Heimatstadt Anholt zurück mit einem Abstecher nach (Bonn-) Vilich, der Heimat und dem Begräbnisort seiner Mutter. Für seine Taufkirche St. Pankratius schuf er das Altargemälde Die Darstellung Jesu im Tempel und zeichnete diese kurz vor dem Abbruch befindliche alte Stadtkirche Anholts, die 1851 als „Anholter Dom“ neu errichtet wurde. 1876 bewilligte ihm Fürst Alfred I. zu Salm-Salm eine Leibrente.

Nadorp, der als ein italianisierender Romantiker der deutschen Malerei gilt, starb kurz darauf in Rom und wurde auf dem Campo Santo Teutonico neben St. Peter im Vatikan beigesetzt. Sein gesamter Nachlass ging an die Fürsten zu Salm-Salm über und kann noch heute im Museum Wasserburg Anholt bzw. in der Pfarrkirche St. Pankratius Anholt besichtigt werden.


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